ORTHO-K (Kurzform Orthokeratologie oder Nachtkontaktlinse)

Was ist ORTHO-K?

Während des Tages ohne Brille und Kontaktlinsen scharf sehen.

 

Die ORTHO-K ist:

eine formstabile Linse, die ausschließlich in der Nacht während des Schlafens getragen wird. Sie hat die Aufgabe die zu stark gewölbte Hornhaut eines kurzsichtigen Auges sanft in die alte Form zurück zu modellieren. Das Ziel ist es, während der Wachphase von morgens früh bis spät in die Nacht perfekt und ohne Einschränkung stabil sehen zu können.

Wie lange hält die Umformung?

Die Stabilität der Korrektur ist abhängig von der Dauer der Anwendung. Kurzsichtige, die gerade starten, werden in den ersten Tagen noch Schwankungen des Sehens empfinden. Danach wird das Sehen bis in die späte Nacht stabil bleiben. Menschen, die das Verfahren, schon länger anwenden, sind häufig in der Lage die Linse nur jede zweite oder sogar nur jede dritte Nacht zu tragen.

Wie funktioniert das?

Das Prinzip der Umformung der Hornhaut ist kein Geheimnis, sondern einfache Physik. Die Nachtkontaktlinse ist eine formstabile Kontaktlinse, individuell für das entsprechende Auge gefertigt. Zwischen Kontaktlinse und Hornhaut befindet sich zu jedem Zeitpunkt der Umformung Tränenflüssigkeit. Die Nachtlinse liegt nie direkt auf dem Auge auf. Durch die Tränenflüssigkeit zwischen Linse und Auge entstehen Kappilarkräfte, die ausreichen um eine sanfte und gesunde Umformung der Hornhaut durchzuführen. Die Hornhaut behält diese Form eine ganze Zeit bei. Das Auge ist in dieser Zeit nicht mehr kurzsichtig.

Myopie Kontrolle

Der Vorteil der Guten-Nacht-Kontaktlinse liegt nicht nur in der Freiheit, die der Träger über Tage hat, sondern auch in der Stabilisierung der Kurzsichtigkeit. Mit der Nachtlinse ist man in der Lage eine Weiterentwicklung der Kurzsichtigkeit zu stoppen oder zumindest deutlich zu verlangsamen. Neben verschiedenen Langzeitstudien belegen auch über 30 Jahre Erfahrung in den USA, Kanada und Australien diesen Effekt.

Ist das Verfahren reversibel?

Das Verfahren ist zu 100% reversibel. Setzt man die Linsen wieder ab, gehen die Werte innerhalb von zwei Wochen wieder auf den Wert zurück, mit dem man gestartet ist. Man geht mit dieser Korrektur einfach kein Risiko ein.

Wer ist dafür geeignet?

Prinzipiell alle Menschen, die eine Kurzsichtigkeit (Myopie) haben. Die Werte der Kurzsichtigkeit sollten nicht höher als sph -4,50 dpt sein, die Hornhautverkrümmung sollte einen Wert von ca. cyl -1,5 dpt nicht überschreiten. Generell sollte aber, um die Frage des Erfolgs des Systems abzuklären, eine Untersuchung sattfinden.

Schadet das Verfahren meinen Augen?

Die Frage ist mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Das Verfahren ist derzeit das mit Abstand sicherste Verfahren zur Korrektur einer Kurzsichtigkeit. Das Risiko eine Infektion am Auge zu erlangen liegt deutlich unter dem von normalen Tages-Kontaktlinsen. Verschiedene nationale und internationale Studien belegen die Ungefährlichkeit des Systems.

Ablauf der Anpassung

  1. Beratungsgespräch und unverbindliche Untersuchung des Auges.
  2. Nach ca.1 Woche Abgabe der Kontaktlinse und Training des Handlings.
  3. Kontrolle nach der 1.Nacht. Die Kurzsichtigkeit ist jetzt ca. 2/3 korrigiert.
  4. Kontrolle nach der 4.Nacht. Die Kursichtigkeit ist fast voll korrigiert.
  5. Kontrolle nach 1 Woche. Das Sehen ist bis auf kleinere Schwankungen stabil.
  6. Kontrolle nach 1 Monat. Das Sehen ist stabil.
  7. Kontrolle nach 3 und 6 Monaten. Prüfen des Trage-Rythmus
  8. Regelmäßige Kontrollen im Zeitraum zwischen 6 und 12 Monaten.

Nach nur 4 Nächten

Können Sie auf Ihre Brille und Kontaktlinsen während des Tages verzichten.

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